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Adventure Christmas
Mittwoch, 09 Januar 2008
Da ich ja sowieso von Familie & Co. getrennt bin, konnte ich mir Weihnachten auch auf eine andere Art vorstellen, und zwar mit einer gehörigen Portion Abenteuer, einsam an einem Strand umgeben von einem National Park.

Fahrt zum Abenteuer

Nachdem ich ca. 1 std. lang die Ostküste in den Süden gefahren bin, habe ich den Ort Babinda erreicht. Von da an nur noch ca. 23 km links ab nach  Bramston Beach und dann noch ca. 8 km bis zum National Park Russel River, über eine Offroad Strecke die ich ja schon mal befahren hatte. Vielleicht könnt ihr euch noch an den Bericht " Abenteuer Wochenende " erinnern, damals hatte ich mir einen platten Reifen gefahren. Nun gut dieses Mal ist alles gut gegangen, bin heile angekommen.
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Verschmelzung in der Nacht

Da die Fahrt ziemlich eintönig war, es war ja dunkel und Weinachten zu gleich also kaum jemand auf der Strasse, wollte ich nach einem kurzen Besuch am Strand (nur 10m von meiner Waldlichtung wo mein Wagen steht) schlafen gehen, aber wie ich halt bin hatte ich mich doch noch auf eine kleine Wanderung zum Russel River gemacht..

Was ich dort zum ersten mal gesehen hatte, ist das auch der Fluss wie viele andere ins Meer endet. Es war ein sehr schöner Anblick wie die Meereswellen im Vollmondlicht versucht haben gegen das Flusswasser anzukämpfen. Während der Flut scheinen die meisten Flüsse mit dem Meer verbunden zu sein, daher auch die Aussage, das man Nachts nicht schwimmen gehen soll, da die Salzwasser Krokodile speziell in der Dämmerung bei Flut ins Meer finden. Leider ist meine Kamera nicht für solche schönen Momente in der Nacht wie dieses Zusammenschmelzen von Süsswasser und Salzwasser geeignet.

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Aufbau des Lagers am Strand & erste Ruhemomente

Nach dem ich dann spät in der Nacht meine Ruhe gefunden hatte, hatte ich am nächsten Morgen erst mal damit angefangen wo genau ich meine 5 x 3 Meter Plane am beste aufhänge. Ich wollte ja schliesslich ein paar Tage hier bleiben und bräuchte dafür einen ordentlichen Sonnen- und Regenschutz. Wie sich später heraus stellte, war das eine gute Idee, und das nicht nur wegen der Sonne.

Nach dem ich meine Kleinigkeiten vom Auto die 10m zu Strand hinuntergebracht hatte und anfing alles irgendwie häuslich einzurichten, fing ich auch gleich damit an es einfach nur zu genießen, das Meeresrauschen, die weite Entfernung die man vor sich hat und das Salz in der Luft. Das alles hat mir doch ein gewisses Wohlbefinden rübergebracht und mich träumen lassen, das es wohl so sein müsste wenn man gestrandet wäre. Komm runter du Stadtmensch habe ich mir dann gedacht 
kaum sitzt ein Stadtmensch am Strand und schon träumt er von der unendlichen Weite. Nun gut kaum bin ich wieder zurück auf dem Boden (bin halt mit Leib und Seele ein Träumer  ) hole ich aus meiner Kühlbox (die hat ja normalerweise kein Mensch an einsamen Stränden, nicht war ) eine kalte Limonade und was zu knabbern heraus.

Den Rest des Tages habe ich mit meinen Füßen im Sand rumgespielt und alles Erdenkliche gemacht damit ich nur nicht zu viel Bewegung habe. Wie zum Beispiel gelesen, am Laptop Bilder und Videos angeschaut und bearbeitet, Kaffe gemacht und Baked Beans aus der Dose aufgewärmt. (keine Sorge habe auch noch andere Nahrungsmittel bei mir) Auch ins Wasser gehe ich meistens nur mit Füßen da ja die Stingers im Moment die Gewässer unsicher machen. Ab und zu hocke ich mich auch schon mal hin, aber nur mit einer gewissen Vorsicht. Das Essig ist ganz in der Nähe, falls der Notfall doch mal eintreffen sollte. Das muss man schliesslich riskieren, ohne Waschen geht es nun mal auch nicht :) ich bin hier ja nicht auf einen Campingplatz, sondern in der freien Natur.

Um solche Natur Erlebnisse genießen zu können, sollte man sich aber auch an gewisse Regel halten. Dazu gehört zum Beispiel selbst produzierten Müll mit zunehmen. Wenn man auf Toilette muss dann sollte man auch dafür sorgen, das der nächste an diesem Ort das auch kann, buddelt ein tiefes Loch und schütte es auch wieder zu.

Lagerfeuer werden hier auch gerne gemacht, zwar werden manche Strände dadurch etwas schmutziger aber ich finde das ist das kleinere Übel wenn man die anderen, meiner Meinung nach selbstverständlichen Regeln, auch einhält.

Bei Lagerfeuern sollte man entweder sein Brennholz selbst mitbringen oder wenn es denn sein muss herumliegendes Holz einsammeln, aber keine Bäume fällen oder Äste rausreißen. Eigentlich sind selbst herumliegende Hölzer ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems.
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Vorbereitungen für die Nacht mit Petrol Lampen und Brennholz suchen

Für meine zweite Nacht habe ich mir dann gleich meine Petrol - Lampen aufgebaut, 7 stk. habe ich um meine Lagerstätte verteilt, die brennbare Flüssigkeit die ich mir dazugekauft hatte ist zusätzlich auch noch gegen Moskitos und allerlei anderes vorteilhaft. (steht zumindest auf der Verpackung)

Dann habe ich mir Treibholz und herumliegendes Gestrüpp besorgt um mir auch ein Lagerfeuer vorzubereiten
was ich aber leider nicht in dieser zweite Nacht noch nicht entzündet hatte, da mir meine Petrol Lampen echt genug Licht und Gemütlichkeit gegeben hatten. So hatte ich mir aber auch für die nächste Nacht das zusammen suchen und die Vorbereitung erspart (ich verspreche in Zukunft mehr oder weniger mir Brennholz zu kaufen). Nach dem ich den halben Abend  mit Lampen und Laptop am Strand verbracht hatte, hatte mein fahrendes Schlafzimmer nach mir gerufen, in dem ich dann auch sehr schnell in Gedanken an Deutschland eingeschlafen bin.
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Regen, Regen und Regen

Der nächste Morgen war ein wunderschöner Morgen, aber das auch nur bis 13 Uhr. Von da an hat es geregnet, und das bis zum nächsten Tag. Irgendwann früh morgens, kurz bevor die Sonne aufging, hat es dann endlich aufgehört.

Es grüsst die Sonne

Nach dem ich nach fast 24 std. Regen die Schnauze gestrichen voll hatte, ist dann doch noch die Sonne aufgetaucht und hat mich in nur 10 min. davon überzeugt noch den ganzen Tag am Strand zu verweilen.

Ich habe während dieser ganzen Tage immer wieder kleine und grössere Ausflüge im Umkreis von ca. 500m zu meinem Lager gemacht und habe dabei viele kleine Tiere und grosse Insekten beobachtet. Krokodile habe ich wieder mal keine zu Gesicht bekommen trotz das ich auch Nachts zu dem Fluss der ja nur ca. 30m vom Strand entfernt ist gegangen bin und mit Taschenlampe so ziemlich alles abgeleuchtet hatte was nach einem Krokodil ausgesehen hat. Ich werde sicher ein anderes mal Glück haben und welche in der freien Natur sehen.

Man kommt auf die witzigsten Ideen so alleine in der Natur. Um interessante Bilder zu  machen habe ich zum Beispiel gedacht ich lege mir gerade mal eine Internetverbindung nach Deutschland über den Indischen Ozean, könnt ihr auf dem ersten Bild oben sehen.

Auch habe ich mir mit der Kühlbox als Tisch und Petrol Lampen drum herum eine gemütliche Stelle eingerichtet und Nachts Musik gehört während ich Bilder geschaut habe vor mir 5m entfernt das Meer, 5m hinter mir der Regewald mit dem Fluss der ca. 30m entfernt war. Also alles in allem war ich doch sehr zufrieden und habe, sagen wir mal halbe Naturerlebnis, in vollen Zügen über Weihnachten genossen.


Die Videos und Bilder von diesen Tagen möchte ich euch nicht vorenthalten.

7 Interessante Videos findet ihr im Videobereich unter
Video Geschichten > Bush & Caravan Camping >
Abenteuer Weihnachten

  
Mehr Bilder findet ihr in der Gallery unter
 Geschichten > Bush & Caravan Camping >
Abenteuer Weihnachten


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  Comments (2)
Written by This e-mail address is being protected from spam bots, you need JavaScript enabled to view it , on 27-03-2008 23:52
8) John, kann das sein das wir was gemeinsam haben? 
Ich meine die Natur, unabhänigkeit, Freiheit und das machen worauf man lust hat. P.s.Du weist was ich meine. 
Dieter
Written by This e-mail address is being protected from spam bots, you need JavaScript enabled to view it , on 11-01-2008 06:09
Hallo Robinson Crusoe, 
meine Zeit, Du lässt es Dir ja richtig gut gehen. Schön am Strand, inmitten vom Regenwald, Flussmündung und komischen Vieschern etc. Die Krokodile müssen doch echt nicht sein, oder? Ich würd da kein Auge zukriegen, wenn ich wüßte, da könnt so ein Urtier auf einmal in meiner "Hütte" antanzen. :eek  
 
Genieß es 
mel

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